Thema: U60311

U60311 packt aus: Was wirklich geschah!

Jetzt spricht Sonic Warrior.

Seit einigen Wochen ist klar: Das U60311 muss schließen (mehr über die Hintergründe lesen). Leider. Trotz der niederschmetternden Nachrichten, die nicht nur die Inhaber, sondern eben auch viele U60-Fans zu Tränen rühren, wird weiter dreckige Wäsche gewaschen. Das Gerede und Gemunkel über Dinge, die nicht korrekt, falsch oder gar verantwortungslos gewesen sein sollen, will einfach nicht hören. 

Jetzt äußert sich Sascha, auch bekannt als Sonic Warrior, über die offizielle Facebook-Fanseite und stellt einige Sachen, wie auch die ernsthafte Angelegenheit mit den Türstehern, klar.

Doch wer ist eigentlich Sonic Warrior? Für alle, die den umtriebigen DJ nicht kennen: In 2004 legte er das erste Mal im U60311 auf, zwei Jahre darauf war er auch ins Eventmanagement und Booking involviert. Er hat also bis heute tiefe Einblicke in das Geschehen im U60. Daher geht es In der Stellungsnahme des U60311 auch gleich um mehrere Themen, die einfach immer und immer wieder heiß diskutiert werden. Aufgrund der Brisanz der Thematik, zeigen wir euch an dieser Stelle den gesamten Post.


U60311, Frankfurt postet am Mittwoch, 23. Januar 2013, um 0:30 Uhr:

Nur mal eine kurze Anmerkung von mir, da sich einige ja extrem gut in allem "auskennen"! Im Gegensatz zu einigen anderen habe ich Briefe von der Stadt und auch vom U60311 gelesen!

Zum Problem mit den Türstehern:
die Verantwortlichen sind vor Gericht und haben teilweise die Höchststrafe bekommen (in der ersten Verhandlung, wie es ganz genau weiter ging weiß ich leider nicht!). Die Security war von einer Fremdfirma, die vom U60 für die Sicherheit eingestellt wurde (eine renommierte Firma, die auch viele andere Objekte wie Fraport usw. betreut), nach der großen Razzia 2002 war Auflage die Security Firma mit Genehmigung des Ordnungsamtes einzustellen. Bei der Anklage läuft bei dem Prozess auch alles gegen die vier Türsteher und gegen die Security Firma, nichts gegen die Betreiber des U60!

Zum Problem wie damals einiges abgelaufen ist:
Ja das war teilweise echt schlecht, die Kommunikation nach außen. Problem war eine solche Situation hatte noch niemand und es gab viele verschiedene Meinungen, wie was wann gepostet oder geschrieben werden sollte. Zwei damalige Teilhaber des U60 hatten auf Facebook in der offiziellen Gruppe gepostet, was definitiv nicht ging (diese Personen mussten dann auch die Geschäftsführung verlassen). Gewisse Personen von der Polizei legten uns damals nahe schnellstmöglich zur Tagesordnung zurück zu kehren! Bei diesem Gespräch war ich mit dabei! Wir entschieden uns für den Mittwoch den Club geschlossen zu halten!

Zu dem Problem mit angeblichen Fake-Bookings:
Jeder der Veranstaltungen durchführt weiß, dass manchmal auch Headliner aus diversen Gründen nicht kommen! Das ist überall schon passiert und wird es auch immer weiter geben. Problem ist, das U60 hat relativ viele Headliner und somit kann auch leider öfter mal etwas schief gehen. Da ich viele Bookings vorher gemacht hab, kenne ich die Gründe! Mal war jemand krank oder es hat jemand den Flug verpasst (dazu hab ich eMails, SMSen) und es kann wirklich mal passieren. Auch von der Seite eins Bookers können mal Fehler gemacht werden, wie bei der dummen Aktion mit Ben Klock & Dettmann (ja das war mist, ich veröffentliche die Künstler erst nach dem Vertrag oder mit vorheriger Rücksprache) - aber auch das kann mal passieren.

Zu dem Problem Closing und danach wieder Opening:
Die Closing Party ging über vier Tage mit ca. 20 Headlinern für 33€ + VVK Gebühr. Der Preis ist recht günstig, wenn man sich das Line up ansieht und die Zahl der Tage. Die Abendkasse von 50€ war meiner Meinung nach auch überteuert!!! Nach ca. 4h wurde der Preis aber auf 45€ gesenkt (wie gesagt 50 fand ich auch utopisch).

Zu dem Opening:
eigentlich wäre KEIN Opening in der Form gekommen, weil der Club verkauft werden sollte!!! Und damit die vorhanden Schulden getilgt werden sollten! Da die Stadt nicht auf die zwei Parteien, die den Club kaufen wollten reagiert hatte (das wurde mit einem Gerichtsurteil zuvor beschlossen, Herr Eger darf Nachfolger bestimmen mit gewissen Auflagen, diese Auflagen wurden bei den Parteien erfüllt!!). Die Stadt war nicht bereit die neuen Parteien überhaupt zu prüfen! Danach wurde ein Insolvenzverwalter eingesetzt, der mit der Stadt wegen dem Verkauf in Kontakt treten sollte. Nach einem Monat beschloss der Insolvenzverwalter: um Schulden abzubauen, müssen wir den Laden wieder öffnen!

Also hat die Stadt schon damals NICHT gewollt, dass neue Betreiber den Club mit elektronischer Musik weiterführen wollten (und das KOMPLETT ohne Herrn Eger!)Die Stadt möchte schon seit Jahren die "Häuschen" vom 311 Eingang zurück bauen (dem Umbau hatte das U60 damals zugestimmt). Die Stadt hat auch schon verlauten lassen, dass dort definitiv mit einem ihrer Mieter KEIN Techno mehr unter dem Rossmarkt laufen wird!

Ich weiß nicht wo einige hier ihr Wissen raus ziehen, auch Jasmin Schulz und einige andere, ich verstehe, dass die ganzen Sachen die passiert sind sehr viel negatives nach außen getragen haben, aber man muss sich auch immer beide Seiten der Medaille ansehen. Auch die Berichte von Toxic Family spiegeln nur eine Seite wieder!

Nur mal so als kleiner Denkanstoß ;)
Love, Peace and Unity

Euer Sonic-Warrior

Heute findet übrigens ab 16.30 Uhr eine Demo zum Erhalt des U60311 statt.

Fotostrecke: U60311: Es war einmal...

Foto: Facebook U60311

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