Thema: Mode

Rolling Stones verklagen Modekette

"New Yorker" hat die Zunge geklaut.

Sie sind der Inbegriff des Rock’n’Roll und schon seit über 40 Jahren ganz oben mit im Geschäft, die Rolling Stones. Dabei war die rote Zunge schon seit 1971 das Markenzeichen der Alt-Rocker. Nun verklagten die Rolling Stones das Modelabel „New Yorker“, weil sie unerlaubterweise das Logo der Band für Marketingzwecke benutzte.

Sie gehören wahrlich zu den Urgesteinen der Rockmusik und denken gar nicht ans Aufhören. Mit Songs, wie „I can’t get no satisfaction“ oder auch „Sympathy for the Devil” veränderten sie in den 60er und 70er Jahren die gesamte Musiklandschaft. Bis heute gehören die Rolling Stones zu den größten und vor allem auch langlebigsten Bands der Musikgeschichte. Dabei waren die „Tounge and Tips“ schon immer ihr Logo und Markenzeichen.

Modelabels benutzen die rote Zunge gerne, um ihren Outfits einen rockigen Style zu verpassen. Das wollte auch die deutsche Modekette „New Yorker“ tun, als die Kreativabteilung die Plakate für den Sommerschlussverkauf mit dem Spruch „WILD SALE - UP TO 70 %" in genau dieser Zungenform drucken ließ. Dumm nur: Mick Jagger und Co. bekamen davon Wind und sollen alles andere als begeistert gewesen sein, dass das Modelabel ihr Logo einfach ohne Genehmigung verwendete. Prompt erstattete die Amsterdamer Firma Musidor, welche für die Markenrechte der Stones verantwortlich ist, Anzeige gegen „New Yorker“ und fordert nun ein Schadensersatz in Höhe von 270.000 Euro.

Das Modelabel musste die knapp 150.000 Euro teure Kampagne bereits beenden und alle 3.000 Werbeplakate entfernen. Grund für die Klage sei, dass die Rolling Stones davon ausgehen, dass „New Yorker“ aus ihrem Erfolg und ihrem Ruhm unerlaubt Profit schlagen wollen würde. Die Vermutung liegt ja auch nicht ganz so fern. 


Das Label selbst sieht dies natürlich völlig anders und holt verbal zum Gegenschlag aus: „Die Zunge gehört nicht den Stones allein. Die Plakate hat unsere Kreativabteilung selber gemacht. Ich lasse mir von den Stones doch nicht meine Zunge verbieten[…]Die greifen dem Mittelständler einfach steuerfrei in die Tasche. Eine Frechheit die ganze Angelegenheit!" so der Inhaber von „New Yorker“ Friedrich Knapp. Da war seine Kreativabteilung aber wahrlich kreativ. Auf dieses anscheinend unbekannte Motiv muss man erstmal kommen.


Bild: Flickr / Alberto Alvarez-Perea

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