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Rassismus-EDM made by Avril Lavigne?

Mit Hello Kitty von der Rocker- zur Rassismus-Katze!

Man muss ja nicht jeden Trend mitmachen, und so hackt alle Welt auf Avril Lavigne rum. Der Grund: Die ehemals als Skate-Punk-Queen berühmt gewordene Rotzgöre macht jetzt mit ihrem neuen Song „Hello Kitty“ einen auf frech und sexy und mutiert zum EDM-Bunny. EDM ist gut, aber muss Avril deswegen gleich gut zu EDM passen? Wir haben uns gefragt, was wohl hinter der ganzen Sache steckt und sind uns sicher: Avril ist keine stumpfe Mitschwimmerin, sondern eine ziemlich clevere Business-Frau, wenn auch politisch nicht ganz korrekt.

„Come, come Kitty Kitty, you’re so pretty, pretty“ lautet die erste deep-bass-unterlegte Refrain-Zeile aus dem farbexplosiven Bonbon-Video der ehemaligen Skater-Göre. Besungen wird von Avril Lavigne die unter Kindern beliebte Trash-Zeichentrickfigur „Hello Kitty“. Zur Schau gestellt werden asiatische Backgroundtänzerinnen. Da fragt man sich: Muss das sein? Ist ihr denn wirklich nichts Besseres eingefallen, als auf den EDM-Zug aufzuspringen, obwohl doch Punk-Rock ihr die Authentizität verlieh, die sie einst zu einer der beliebtesten Rockerinnen der Neuzeit machte. So oder ähnlich erklingen zumindest die O-Töne in Musikmagazinen, wie Noisey, YourEDM, oder Ähnlichen.

Doch, was die Wenigsten bedenken, Hello Kitty und Bonbon-Farben mögen zwar in der westlichen Pop-Kultur für Belächelung sorgen, aber in anderen Teilen dieser Welt gehen die Kids geradezu steil darauf. Auch Avril Lavigne scheint sich dessen bewusst gewesen zu sein und hat augenscheinlich einen viel dickeren Fisch im Auge gehabt, als sie dieses sehr fragwürdige und lieblose Stück Musik unter die Ohren der Nation verstreute. Beim genaueren Hinhören singt die einstige Punkfrau in der zweiten Zeile „Come, come Kitty Kitty, you’re so silly, silly“ und macht sich damit eher lustig als prominent. Zumindest in unserer Region. Das dürfte die süßen asaitischen Hintergrundtänzerinnen, die die Kanadierin in ihrem Video für sich zappeln lässt, nur wenig interessieren. Denn dort ist der Song dank asiatische Sprachfetzen im Kampfschrei-Style in den Top-Chartplatzierungen.

Bedenkt man die reine Anzahl von Einwohnern und damit potentiellen Plattenkäufer in Asien und vergleicht sie dazu im Gegensatz mit denen in Europa und den USA, so ist schnell klar: Avril Lavigne ist ziemlich clever und dürfte eine Menge Geld mit dem Song einkassieren. Da tun ihr wohl auch die kritischen Medienberichte, wie auf YourEDM.com, nicht weh, die das Video als qualitativ unterirdisch „schlecht“ und inhaltlich als „absolut rassistisch“ bezeichneten. Was meint ihr? Stumpf oder Trumpf? Was haltet ihr vom neuen Avril Lavigne Video?


Avril Lavigne - Hello Kitty on MUZU.TV.

Foto: Screenshot Video Muzu

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