Gute Musik auf die Ohren verursacht euphorische Zustände wie unter Drogen

Jeder von uns weiß: Musik hat eine ganz besondere Wirkung auf uns!

Quelle: Omar Medina auf Pixabay
Sie bringt uns selbst nach dem stressigsten Arbeitstag wieder herunter oder sorgt dafür, dass wir während des Workouts zur Höchstform auflaufen. Musik ist die Droge, die uns in andere Welten befördert, unseren Geist zum Schwingen und unsere Herzen zum Tanzen bringt.

Als wäre es eine magische Substanz, durchströmt sie jede Faser unseres Seins und verschafft uns euphorische Zustände, die sonst nur unter Einfluss von Drogen erreichbar wären. Doch hier ist der Clou: Diese Droge ist legal, kostet keinen Cent und hinterlässt keine unerwünschten Nebenwirkungen. Ähnliche euphorische Zustände bewirken die auf https://chemical-collective.com/nl/ legal erhältlichen Halluzinogene und Co. Aber was sagt eigentlich die Wissenschaft dazu?

Wie funktioniert das Belohnungssystem im Gehirn?

Bestimmte Reize wie die leckere Spaghetti Carbonara vom Lieblingsitaliener oder eine wilde Nacht mit dem Partner lösen im Gehirn eine Abfolge von Ereignissen in bestimmten Bereichen des Gehirns aus. Diese Reaktionen bewirken ein erfreuliches Empfinden und werden vorwiegend durch die Ausschüttung des Botenstoffs Dopamin im mesolimbischen System vermittelt, das auch als Belohnungszentrum bekannt ist.

Im Verlauf der Menschheit hat das Belohnungssystem eine wichtige Rolle für unser Fortbestehen gespielt. Sogar Drogen können dieses System stimulieren, obwohl sie keine Relevanz für unsere eigentliche Existenz haben. So bindet sich etwa das legal erhältliche 1d-LSD teilweise an die Dopamin-Rezeptoren. Die Folge? Das Belohnungssystem wird aktiviert und Glücksgefühle strömen durch den Körper.

Ein Forschungsteam beweist, dass auch Musik seinen Einfluss nehmen kann

Valorie Salimpoor und ihr Team von kanadischen Forschern haben eine faszinierende Entdeckung gemacht: Musik kann das Gehirn ebenfalls dazu bringen, Dopamin freizusetzen. Allerdings kann nicht jede Musik diese Wirkung hervorrufen – es muss eine spezielle Art sein, die intensive emotionale Reaktionen hervorruft.

Die Forscher baten die Studienteilnehmer, ihre Lieblingsmusik mitzubringen. Jedoch war es vorgeschrieben, dass ausschließlich instrumentale Musik gespielt werden durfte. Während die Teilnehmer ihr bevorzugtes Lied hörten, wurde mittels einer besonderen bildgebenden Methode namens Positronen-Emissions-Tomografie der Dopaminspiegel in ihrem Gehirn überwacht.

Während der Untersuchung haben die Wissenschaftler festgestellt, dass Dopamin in verschiedenen Bereichen des Gehirns ausgeschüttet wurde und diese Reaktionen mit bestimmten Musikabschnitten übereinstimmten. In dem Teil des Liedes, den Salimpoor als die „Hochgefühl-Phase“ bezeichnete und den die Versuchspersonen besonders mochten, wurde das primitivere Belohnungssystem aktiviert, was zu starken Glücksgefühlen führte. Das Forschungsteam betont, dass es sich um den identischen Bereich im Gehirn handelt, der auch auf Substanzen wie Kokain anspricht.

Eine Kombination aus zeitlich versetzten Hirnaktivitäten

Zudem enthalten die Musikstücke Passagen, die der Phase der „Hochgefühl-Phase“ vorausgehen und eine bestimmte Erwartung erzeugen. In diesen Phasen wird auch Dopamin freigesetzt, jedoch in Bereichen des Gehirns, die mit dem Frontalhirn verbunden sind.

Das Frontalhirn hat vor allem die Funktion des anspruchsvollen und vorausschauenden Denkens. Angesichts dessen entsteht der volle Musikgenuss durch zeitlich verzögerte Aktivitäten in unterschiedlichen Bereichen des Gehirns. Salimpoor erklärt, dass isoliert abgespielte Töne aus der „Hochgefühl-Phase“ nicht den gleichen Effekt haben wie im Kontext des gesamten Stückes.

Die Forscher betonen, dass die Fähigkeit eines Musikstückes, Dopamin freizusetzen, von Person zu Person unterschiedlich ist. Jeder Mensch empfindet unterschiedlich, wenn es um seine Lieblingsmusik geht. Während ein bestimmtes Stück bei einer Person für Entspannung sorgt, kann es bei einer anderen keine ähnliche Reaktion hervorrufen. Unter all den Liedern sticht jedoch eins heraus: „Adagio for Strings“ von Samuel Barber. Dieses Musikstück hat bei vielen Probanden eine starke emotionale Resonanz ausgelöst und sich somit von den anderen abgehoben.

Fazit – Musik hat eine euphorische Wirkung auf uns

Musik hat eine erstaunlich weitreichende Wirkung auf uns. Sie hat die Macht, unsere Emotionen zu steigern, unsere Sinne zu wecken und sogar die Übertragung von Neurotransmittern in unserem Gehirn zu beeinflussen.
Während wir alle unsere individuellen musikalischen Vorlieben haben, besteht kein Zweifel daran, dass Musik – auch auf Festivals – eine universelle Sprache ist, die uns auf tiefgreifende und erhebende Weise berühren kann. Letztlich zeigt die Forschung, dass Musik nicht nur ein simples Vergnügen ist, sondern ein komplexer kognitiver Prozess, der zum menschlichen Erleben im tiefsten Sinne gehört.

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