Themen: Tattoo, Generation, Körper, Piercing, Schmuck

Du hast Tattoos? Du hast Probleme!

Neue Studie über unseren Körperschmuck.

Ob Tattoo, Piercing oder Tunnel - Körperschmuck zählt längst zum Erkennungsmerkmal der heutigen Generation. Jugendliche im Alter zwischen 14 und 21 Jahren lassen immer häufiger Metall und bunte Farbe auf ewig in ihren Körper pflanzen. Jeder vierte Mann und jede zweite Frau trägt ein Tattoo oder Piercing, so die Studie der Universität Regensburg.

Es war nicht immer so, dass uns Mädels mit zugehackten Armen und Jungs mit riesigen Ohrlöchern auf der Straße begegnet sind. Erst in den 90er Jahren kam das Tribal-Tattoo zu seinem Ruhm, das heute noch so manche Hüfte der Ladies schmückt. Wenig später kamen kleinere Tattoos an Arm und Rücken hinzu und schon bald verzierten Ganzkörper-Tattoos die nackten Häute der Jugendlichen. Hier mal ein bekanntes Beispiel dafür:



Die Université de Bretagne-Sud in Frankreich möchte nun belegt haben, dass Menschen mit Tattoos und Piercings folgende Probleme mit sich bringen:

„Menschen mit Tätowierungen und Piercings seien anfälliger für Alkoholmissbrauch, ungeschützten Sex, Diebstähle und Schlägereien.“
Der Verantwortliche für die Studie, Professor Nicolas Guéguen, wollte bereits in anderen Studien bewiesen haben, dass „Menschen mit einer Tätowierung oder einem Piercing sich eher in eine gefährliche Situation bringen und unvernünftig handeln.“ Dafür untersuchte Guéguen an vier Samstagabenden insgesamt 2970 Jugendliche. Sie wurden nach dem Verlassen einer Bar, Kneipe oder eines Clubs nach Körperschmuck gefragt und ließen ihren Alkoholpegel messen. Daraus formulierte der Wissenschaftler folgende Botschaft:
„Alle Lehrer, Eltern und Ärzte sollten Tattoos und Piercings als einen Warnhinweis für Alkoholmissbrauch und unvernünftiges Handeln deuten.“
Laut der Studie hätte jeder fünfte in Deutschland ein Alkoholproblem und ein ellenlanges Vorstrafenregister. Das wären ja mal dicke Neuigkeiten und wir raten dringend von einer derartigen Stigmatisierung ab. Denn Lebensfreude und ein ausgefallener Lebensstil sind gleich Indizien für ungeschützen Sex oder Einbruchserien. Jemand, der sich kritisch zu Wort meldet, ist der Stellenleiter der Züricher Fachstelle zur Prävention des Alkohol- und Medikamenten-Missbrauchs, Dominic Schnoz: „Bei uns stand der Zusammenhang zwischen Köperschmuck und Alkoholkonsum nie zum Thema“, erklärte er.

Da sind wir aber froh, dass wir in Deutschland wohnen. Die Franzosen haben vielleicht Probleme...

Fotos: Elhormiguero / Joe Bielawa / PNGs etc / Screeshot Justin Bieber Video Facebook / Russian Freak via Flickr



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